Symposium
"Forschung und Naturschutz in Sandlebensräumen"
17.-19. Februar 2005 in Erlangen
Im Februar 2005 fand nach 2001 das zweite Symposium zum Thema
„Forschung und Naturschutz in Sandlebensräumen“ statt.
Veranstalter waren die Universität Erlangen-Nürnberg (MPP, Arbeitsgruppe Geobotanik)
sowie die SandAchse Franken (mit ihren Trägerverbänden Bund Naturschutz Bayern,
Deutscher Verband für Landschaftspflege, Landesbund für Vogelschutz) zusammen mit dem
Umweltforschungszentrum Leipzig, der Akademie für Landschaftspflege und dem Bildungswerk des BN.
Nachdem das Symposium 2001 bereits auf großes Interesse gestoßen war, fand auch die diesjährige
Veranstaltung großen Zuspruch. Etwa 200 Teilnehmer aus Wissenschaft und Naturschutzpraxis
aus nahezu allen Sandgebieten Deutschlands, von der SandAchse Franken, über Südhessen,
Brandenburg, der Küste Nord- und Nordostdeutschlands bis zu den Niederlanden nahmen an
der Veranstaltung teil. In 23 Fachvorträgen sowie Exkursionen berichteten Experten über
neueste Forschungsergebnisse und Erfahrungen zum Thema Sand.
Programm:
Die Themen reichten von der Ökologie einzelner Arten, wie dem Silbergras (Corynephorus canescens)
oder der Sandstrohblume, über Erfahrungen und Entwicklungen bei Landschafts-Pflegemaßnahmen bis
zu populationsbiologischen und -genetischen Untersuchungen und dem Vergleich verschiedener
Besiedlungsmuster in Sandmagerrasen.
Im Vordergrund stand der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, um bei Pflegemaßnahmen in
Sandlebensräumen, die ohnehin immer knapper werdenden Mittel und Kräfte möglichst effizient
für die gefährdeten Arten einsetzen zu können.
Neben Lösungen und Strategien hierzu wurden auch viele noch offene Fragen aufgeworfen.
Ungeklärt ist zum Beispiel, wie sich langfristige Veränderungen, wie der Klimawandel,
auf Sandlebensräume auswirken.
Obwohl in den letzten Jahren viele Aktivitäten zum Erhalt und zur Förderung der
Sandlebensräume stattgefunden haben, sind sie weiterhin deutschlandweit stark bedroht.
Durch Überbauung und Sandabbau, aber auch durch die Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung und
den Stickstoffeintrag aus der Luft verschwinden diese Resthabitate zunehmend aus der Landschaft.
Durch das Projekt SandAchse Franken rücken die Sandlebensräume
in Bayern seit Juli 2000 zunehmend ins öffentliche Blickfeld. Mit vielseitigen Aktionen (Sandburgenbauwettbewerben,
Naturschutzwochen, Filmen oder Computerlernspielen) wird für den Sand in der Region geworben.
Über Kauf und Pacht, umweltgerechte Nutzungsformen und Pflegemaßnahmen versuchen die
Projektbeteiligten, Sandlebensräume dauerhaft zu erhalten.
Zum Abschluss der Veranstaltung fand wegen der Witterungsverhältnisse anstatt der geplanten Exkursion
zum Naturschutzgebiet Hainberg eine Führung im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst statt. Die Gebietsbetreuerin
Wiebkea Bromisch stellte das dort durchgeführte Beweidungsprojekt mit Przewalski-Wildpferden vor.
www.wildpferde-tennenlohe.de
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