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Sexualdimorphismus bei Schmetterlingen
Das unterschiedliche Aussehen männlicher und weiblicher Schmetterlinge

Mit dem Begriff "Sexualdimorphismus" bezeichnet man das unterschiedliche Aussehen männlicher und weiblicher Schmetterlinge einer Art. Bei manchen Familien, z.B. den Pieriden oder den Lycaeniden ist Sexualdimorphismus der Normalfall. Bei vielen anderen Familien sehen Männchen und Weibchen aber gleich aus - zumindest was die Zeichnung der Flügel betrifft. Auch bei Arten, die keinen Sexualdimorphismus aufzeigen, unterscheiden sich männliche und weibliche Falter durch ihr Äußeres. Meist haben die Weibchen einen dickeren Hinterleib (Abdomen), da dieser mit Eiern angefüllt ist. Bei Spinnern (z.B. Arctiiden oder Saturniiden u.a.) sind die Fühler der Männchen häufig kamm- oder federartig vergrößert, damit sie die Sexuallockstoffe (Pheromone) der Weibchen besser wahrnehmen können.

Beispiele für Sexualdimorphismus:

Heodes virgaureae - Feuerfalter, Dukatenfalter

Heodes virgaureae (m)
Heodes virgaureae (w)
männlicher Falter
weiblicher Falter


Gonepteryx rhamni - Zitronenfalter

Zitronenfalter - Männchen
Zitronenfalter - Weibchen
männlicher Falter
weiblicher Falter


Diacrisia sannio - Rotrandbär

Rotrandbär - Männchen
Rotrandbär - Weibchen
männlicher Falter
weiblicher Falter


Orgya recens - Schlehenspinner oder Bürstenbinder
mit extremer Form von Sexualdimorphismus. Das Weibchen besitzt keine Flügel mehr und ist in seiner Funktion völlig auf die Produktion und Ablage von Eiern reduziert.


Schlehenspinner - Männchen
Schlehenspinner - Weibchen
männlicher Falter
weiblicher "Falter"


Aglia tau - Nagelfleck - extrem unterschiedliche Fühler

Fühler des männlichen Falters
Fühler des weiblichen Falters

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